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HMB – Die Wirkung für den Muskelaufbau und Fettabbau

HMB – sinnvoll für Fettabbau und Muskelaufbau?

Fettabbau und Muskelaufbau sind Ziele, die gesundheitlich eine wichtige Rolle spielen. Allerdings sind es auch viel diskutierte Punkte im Bereich des Sports. Schließlich sind zu viel Fett, (zu hohe Blutfettwerte), wie auch zu wenig Muskelmasse nicht Zeichen eines gesunden, leistungsfähigen Körpers. Was bringt HMB (Hydroxymethylbutyrat) als Nahrungsergänzungsmittel, um Fettabbau und Muskelaufbau zu unterstützen?

Was genau ist HMB, wo kommt die Substanz her?

HMB ist chemisch gesehen ein Derivat (Stoffwechselabbauprodukt) der Aminosäure Leucin. Im menschlichen Körper entstehen aus Leucin bei durchschnittlicher Ernährung etwa 0,3 mg HMB täglich. Um Energie für die Muskeln, z. B. bei sportliche Leistungen, herzustellen, werden viele Nährstoffe verbraucht. Beispielsweise ist auch ein erhöhter Cholesterinbedarf zu verzeichnen. Zum Energiegewinn ist Leucin nötig, bei dessen Verstoffwechselung HMB übrig bleibt. Allerdings werden nur etwa 5% des mit der Nahrung aufgenommenen Leucin zu HMB oxidiert.

Anabol, Katabol und Antikatabol

Wenn es um HMB, Fettabbau oder Muskelaufbau geht, tauchen einige andere Begriffe auf, die dabei teilweise eine Rolle spielen. Oft liest man von anabol, antikatabol oder katabol.

Anabol lässt sich mit aufbauend gut übersetzen. Es bedeutet den Aufbau von Stoffen im Körper wie z. B. das Auffüllen von Speichern für Eiweiss, Fett und Kohlenhydrate (Gluconeogenese). Der negative Hauch entstand durch anabole Substanzen wie z. B. das Testosteron, das als synthetisch hergestelltes Dopingmittel für den Muskelaufbau bekannt ist.

Katabol bedeutet so viel wie Kräfteverfall, also im Körper ablaufende Abbauprozesse. Dazu gehören z. B. Prozesse, die der Energiegewinnung aus Eiweiss-, Fett- und Kohlenhydratspeichern unseres Organismus dienen. Beispiele dafür sind Abbau von Glykogen (Kohlenhydrate) und Verstoffwechselung von Körperfett (Cholesterin, Triglyceride).

Antikatabol bezeichnet ein Wirken gegen katabole Prozesse, also eine Art Bremse für derartige Vorgänge.

Wie funktioniert eigentlich Muskelaufbau?

Wie du sicher weißt, ist unsere Muskulatur aus einzelnen Muskelfasern aufgebaut. Mehrere dieser Fasern bilden ein Muskelfaserbündel. Muskelfasern sind praktisch die Muskelzellen. Im Gegensatz zu anderen Körperzellen können sich Muskelzellen allerdings nicht teilen. Die Fasern eines verletzten oder zerstörten Muskels können deshalb nach heutigem Wissensstand auch nicht nachwachsen.

Muskeltraining, also spezielle körperliche Belastung, führt zu einer Verdickung der Muskelfasern. Diese Zunahme der Muskelmasse kennst du vielleicht unter dem Begriff Muskelhypertrophie. Für diese Erscheinung sind in die Muskelzellen eingelagerte Proteine verantwortlich. Deshalb solltest du auch bei Training und Kraftsport dem Körper zusätzlich Proteine zuführen. Diese Proteine stehen dann deinem Körper für den Aufbau der Muskulatur zur Verfügung.

Wenn du einen muskulären, gut durchtrainierten Körper möchtest, musst du versuchen den Muskelaufbau fördern. Dies gelingt aber nur mit Muskeltraining. Steigt mechanische Belastung der Muskulatur über ein bestimmtes Maß hinaus, reagieren die Muskelzellen nämlich mit physiologischen Veränderungen. Der Muskelaufbau bringt dir neben gutem Aussehen auch noch gesundheitliche Vorteile. Beispielsweise bessere Durchblutung, wegen erhöhtem Grundumsatz einen erhöhten Energieverbrauch, Osteoporose Vorbeugung, mehr Kraft. Muskelaufbau lohnt sich also immer!

HMB – was sagen Erfahrungen und Studienergebnisse aus?

Seit 1996 liefen international etliche Studien, die sich mit HMB, mit Muskelaufbau, Fettabbau und möglichen Wirkungen und Nebenwirkungen befassten. Unterschiedliche Probanden, trainierte und untrainierte Personen, waren in die diversen Studien eingeschlossen. Leider waren teilweise die Studienansätze und beobachtete Trainingsarten sehr unterschiedlich sowie die Dauer der Studien verhältnismäßig kurz.

So sind sich die Wissenschaftler noch nicht endgültig über die tatsächlichen Wirkungen und Nebenwirkungen von HMB einig. Ein Vorteil von HMB ist auf jeden Fall seine Stärke beim Bremsen des Abbaus von Muskulatur. So lassen sich auch Muskelschäden, die durch intensives Training entstehen könnten, evtl. besser vermeiden. Im Vergleich zur Ursprungssubstanz Leucin gilt HMB als die stärkere beim Reduzieren eines Muskelabbaus. Dies ist jedoch auch noch nicht abschliessend geklärt. Beim Anregen der Muskelprotein-Synthese wird HMB schwächer eingeschätzt. Diverse Anzeichen deuten darauf hin, dass HMB auch einen Einfluss auf die Fettverbrennung und somit den Fettabbau haben könnte.

Gemäss neuen Daten könnte HMB als Nahrungsergänzung besonders gute Effekte bei untertrainierten Personen erzielen.

Besondere Nebenwirkungen traten bisher in den Studien oder nach allgemeinen Erfahrungen unter der Einnahme von HMB nicht auf. Die Studienerfahrungen gehen auch dahin, dass HMB als freie Säure z. B. vor einer Übungseinheit signifikanter wirksam ist als ein HBM-Kalziumsalz. Die Einnahme sollte in diesem Fall 30-45 Minuten vor dem Workout erfolgen.

HMB alleine wird dir nicht zu grossen Muskelbergen verhelfen. Das Erreichen der Proteineinnahmemengen pro Tag scheinen dabei deutlich wichtiger zu sein. Die Einnahmemenge verteilt auf alle 3 – 5 h werden nach aktueller Datenlage als optimal angeschaut. Die optimale Portionsgröss liegt bei ungefähr 20 g Protein. Höhere Dosierungen ergeben keine besseren Ergebnisse (bei jungen gesunden Erwachsenen), bei niedrigeren Dosierungen kann die Wirkung etwas geringer ausfallen.

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Die Atmung beim Krafttraining. Warum darauf achten solltest!

Die Atmung beim Krafttraining – Warum Du darauf achten solltest!

Die richtige Atmung beim Krafttraining ist unerlässlich. Bei aeroben Aktivitäten wie Laufen oder Schwimmen sorgt ein gutes Atmungsmuster dafür, dass die arbeitenden Muskeln optimal den Sauerstoff erhalten, den sie für die Energieproduktion teilweise benötigen. Die Atmung beim Krafttraining spielt aber auch eine erhebliche Rolle.

Es gibt so viel zu beachten, wenn Du Gewichte hebst. Du musst die Geschwindigkeit des Gewichts steuern, damit Du den Schwung nicht nutzt. Bei so viel Konzentration auf das Gewicht und die Bewegungsabläufe kann es schnell passieren, dass “kleine Dinge” wie das richtige Atmen vergessen werden. Es mag logisch und selbstverständlich klingen, aber das Wichtigste ist, sicherzustellen, dass Du atmest und nicht den Atem anhältst. Das Anhalten des Atems beim Krafttraining kann möglicherweise gefährlich sein, insbesondere wenn Du gerade mit dem Krafttraining beginnst oder an Bluthochdruck oder Herzerkrankungen leidest.

Was passiert, wenn Du die Atmung beim Krafttraining vergisst?

Manche Menschen sind so sehr damit beschäftigt, das Gewicht zu heben, dass sie die Atmung beim Krafttraining vergessen. Sie atmen unwissentlich extrem tief ein und halten dann die Luft an. Das Anhalten der Atmung beim Krafttraining wird als Valsalva Manöver bezeichnet. Dies mag zwar nicht nach einem ernsthaften Problem klingen, ist es aber. Wenn Du ein schweres Gewicht mit angehaltenem Atem anhebst, erhöht sich der Druck in Deiner Bauchhöhle. Dadurch werden im schlimmsten Fall die Venen, die durch Deinen Brustkorb verlaufen, unter Druck gesetzt und kollabieren.

Warum ist es ein Problem, wenn Du die Atmung beim Krafttraining vergisst?

Das Anhalten der Atmung beim Krafttraining verringert den Blutfluss zurück zum Herzen. Da weniger Blut Dein Herz erreicht, sinkt das Schlagvolumen bzw. die Menge an Blut, die Dein Herz mit jedem Schlag ausstößt. Dies führt zu einem Blutdruckabfall und einer verminderten Durchblutung des Gehirns. In diesem Fall sind möglicherweise Schwindel, Benommenheit, bis hin zu Ohnmacht die Folgen.
Eine im Journal of Applied Physiology veröffentlichte Studie ergab, dass Personen, die den Atem anhielten, während der Übung einen durchschnittlichen Blutdruck von 320/250 mmHg hatten.

Sobald Du wieder atmest, ist es, als würde ein gedehntes Gummiband freigegeben. Dein Blutdruck steigt schnell auf ein Niveau über dem, was es eigentlich sein sollte. Wenn Du einen hohen Blutdruck oder nicht diagnostizierte Herzprobleme hast, kann dieser plötzliche Blutdruckanstieg gefährlich sein. Er kann sogar Deine Sicht beeinträchtigen. Vergisst Du die Atmung beim Krafttraining, steigt der Druck in den Blutgefäßen hinter Deinen Augen plötzlich an. Bei ausreichendem Schweregrad können Kapillaren platzen und zu Netzhautblutungen führen.

Normalerweise funktioniert die Atmung beim Krafttraining automatisch

Das Atmungszentrum Deines Gehirns sendet automatisch Nachrichten an Deine Atemmuskeln und teilt ihnen mit, wann sie atmen müssen. Dies geschieht automatisch. Du musst im Normalfall nicht bewusst über die Atmung beim Krafttraining nachdenken. Das Gehirn nimmt beim Sport einen Anstieg von Kohlendioxid und Laktat – ein Stoffewechselzwischenprodukt – im Blut wahr und weist entsprechend die Atemmuskeln an, die Geschwindigkeit und Tiefe des Atemvorgangs zu erhöhen. So kann die korrekte Atmung beim Krafttraining zusätzliches Kohlendioxid ablassen und den arbeitenden Muskeln zusätzlichen Sauerstoff zuführen.

Hauptsache Du vergisst die Atmung beim Krafttraining nicht

Die meisten Fitnesstrainer empfehlen, während des konzentrischen Gewichthebens, wenn sich der Muskel zusammenzieht oder wenn Du das Gewicht gegen die Schwerkraft hebst, auszuatmen und einzuatmen, wenn Du das Gewicht senkst – also in der exzentrischen Phase.
Das ist zwar ein guter Rat – aber das Wichtigste ist, dass Du überhaupt atmest. Dies ist ein weiterer Grund, warum es wichtig ist, sich auf das Heben von Gewichten zu konzentrieren, anstatt sich Gedanken über Alltagsprobleme oder ähnliches zu machen.
Erstens wird Dir das abgelenkt sein sowieso nichts viel bringen, was Dein Training angeht und noch dazu riskierst Du Verletzungen, wenn Du den Fokus verlierst. Konzentriere Dich darauf, während jeder Hebephase gleichmäßig zu atmen. Wenn ein Gewicht so schwer ist, dass Du den Atem anhalten musst, um es anzuheben, wähle ein leichteres.

Eine Gruppe, der Du Dich definitiv nicht anpassen möchtest, sind die sogenannten Powerlifter. Einige Kraftsportler stoppen absichtlich die Atmung beim Krafttraining, wenn sie ein schweres Gewicht heben. Auf diese Weise erhöhen sie den Druck in ihrer Bauchhöhle, um ihre Wirbelsäule beim Heben besser zu stützen. Sogar erfahrene Powerlifter haben manchmal “Komplikationen”, wie die eben beschriebenen Netzhautblutungen. Nicht nachmachen!

Unterm Strich: Die Atmung beim Krafttraining ist essentiell!

Es gibt eine Menge zu beachten, wenn Du Gewichte hebst, aber die richtige Atmung darf unter keinen Umständen ignoriert werden. Der alte Ratschlag, beim Heben auszuatmen und beim Absenken einzuatmen, ist weniger wichtig als nur daran zu denken, den Atem nicht anzuhalten. Also lass Deine Gedanken nicht schweifen. Konzentriere Dich auf Dein Training, auf die Atmung und auf eine gute Bewegungsausführung. Es ist sicherer, wenn Du dich auf die Atmung beim Krafttraining konzentrierst.

Viel Spass dabei!

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Sport gegen Stress: Mit Training zu mehr Lebensqualität

Sport gegen Stress: Mit Training zu mehr Lebensqualität

Sport gegen Stress, das ist eigentlich ein uralter Instinkt: Bedrohlicher Stress löst körperliche Vorgänge aus, die uns im Notfall beim Überleben helfen. Leider hat unser modernes Leben uns bequem gemacht. Statt dass wir uns nämlich bewegen, bleiben wir nach einem heftigen Streit lieber im Bürostuhl sitzen.
Die Folge: körperliche Krankheiten bis hin zum Burn-out. Wie kann gezieltes Training da helfen?

Was ist Stress und wie entsteht er?

Sport gegen Stress? Das klingt nach einer einfachen Rechnung. Wie sollte Joggen gegen einen heftigen Streit mit dem Chef oder Partner helfen? Um das zu verstehen, müssen wir uns Stress genauer ansehen.

Stress ist mehr als Ärger. Stress ist unsere Reaktion auf eine Bedrohung. Dieser tief verwurzelte Instinkt stammt aus einer grauen Vorzeit. Damals ging es vorwiegend um wilde Tiere, fand die Forschung heraus. Wer dem berüchtigten Säbelzahntiger begegnete, dem blieben nämlich nur zwei Möglichkeiten: Kampf oder Flucht. Noch heute, lange nach den Neandertalern, macht sich der Körper bereit für eine solche Reaktion. Egal nämlich, wie unser Vorfahr sich entschied, er brauchte vor allem eines: viel Energie für die kommende, rasche Bewegung.

Bis heute läuft darum in unserem Körper bei Stress Folgendes ab: Nahezu alle Stoffwechselvorgänge fahren herunter, damit möglichst viel Energie bereitsteht. Bekannt ist das als die berühmte “Schrecksekunde”. Darauf folgt die logische Reaktion: Alarm. Das heisst, wir aktivieren alle für die Bewegung nötigen Botenstoffe. So wird unser Herzschlag schneller und der Blutdruck steigt. Zusätzlich pumpen wir Blut in die Muskeln. Die anschliessende Handlungsphase kann dann all diese Vorbereitungen für einen Erfolg nutzen. Nachdem die Gefahr vorüber ist, erholen wir uns: Die Hormone normalisieren sich, wir fühlen uns erschöpft, Energiereserven sollten aufgefüllt werden.

Stress in unserer Zeit

Kaum ein moderner Mensch kann auf Stress adäquat reagieren. Darunter leidet unsere Lebensqualität. Adäquat hiesse nämlich, bei empfundener Bedrohung unmittelbar körperlich aktiv zu werden. Schon ein normales Büro setzt dem offensichtliche Zwänge entgegen. Darum ist auch Sport gegen Stress so hilfreich: Als Training nach einem harten Arbeitstag bietet es sich geradezu an.

Obwohl zudem die grundlegenden Vorgänge im Körper bei allen Menschen gleich sind, reagiert jeder Mensch ein wenig anders auf bestimmte Situationen. Was der eine als belastend empfindet, beflügelt den anderen. Demzufolge gibt es auch unterschiedliche Methoden, sich beim Training zu entspannen: Manch einem verhilft Kung-Fu zu mehr Lebensqualität. Ein anderer klettert auf hohe Berge. Bestimmt hat jede Art von Sport gegen Stress ihre Berechtigung.

Sport gegen Stress mit Kraft- und Ausdauertraining

Ausdauer- und Krafttraining eignen sich jedoch besonders für die Stressbewältigung. Das liegt vor allem an der intensiven Bewegung, die mit diesem Training verbunden ist. Beim Krafttraining kann man sich darüber hinaus sogar in einem wahren “Kraftakt” abreagieren. Das allein kann schon für mehr Lebensqualität sorgen. Welche Vorteile die beiden Arten von Sport gegen Stress sonst noch haben, zeigt die folgende Übersicht.

Sport gegen Stress: Krafttraining…

  • hilft, zu entspannen. Beim Training lässt es sich gut abschalten. Das steigert die Konzentration und sorgt für intensive, aktive Erholung.
  • steigert das Selbstbewusstsein. Neben dem verbesserten Wohlgefühl helfen mehr Muskeln häufig auch, sich besser durchzusetzen. So lassen sich viele Stresssituationen von vornherein vermeiden.
  • regt geistige Fitness an. Ein gut durchblutetes Gehirn sorgt für mehr Wachheit, ein aktiveres Leben und somit für mehr Lebensqualität.

Sport gegen Stress: Ausdauertraining…

  • setzt Endorphine und Serotonin frei. Das sind körpereigene Botenstoffe, die nach circa 30 bis 60 Minuten ausgeschüttet werden. Sie sollen im Ernstfall helfen, den Körper über sehr lange Zeit zu bewegen, unterdrücken also ganz normale Erschöpfungssymptome. Die Folge: Stimmungsaufhellung. Der Sportler fühlt sich entspannter. Weitere Auswirkungen von Ausdauersport auf Stress ähneln denen des Krafttrainings.

Ausdauer oder Kraft – welches ist der beste Sport gegen Stress?

Sport gegen Stress in freier Natur hilft besonders gut beim Entspannen. Hier bietet sich Joggen als Training geradezu an. Wer die Sinne ablenkt, oder auch nur Musik beim Laufen hört, vergisst rasch die Belastungen des Alltags. Zudem hilft Ausdauertraining, deine Melatoninproduktion zu steigern – das lässt dich nachts besser schlafen. Schlafen, anstatt zu grübeln – ein weiterer Pluspunkt im Kampf gegen den Stress.

Zudem stärkt solch ein Training das Herz-Kreislaufsystem, auch das Immunsystem generell. Während Stressgeplagte also anfälliger für Krankheiten sind, ist das bei Joggern oder Walkern anders. Mit der verbesserten Ausdauer insgesamt kommt auch das erhöhte Wohlbefinden: Du wirst widerstandsfähiger, steckst Rückschläge besser weg, Deine Lebensqualität verbessert sich.

Weshalb aber laufen dann nicht einfach alle Menschen durch den Wald?

Abgesehen von verschiedenen Vorlieben gibt es vor allem einen Grund, Krafttraining mit Ausdauer zu verbinden: Krafttraining kann etwas, das Ausdauer allein nicht schafft, jedenfalls nicht in diesem Ausmass.

In unseren Muskeln gibt es einen Stoff, der beim Training der Muskeln gebildet wird. Je mehr Kontraktion, desto mehr Muskeln, desto mehr dieses Botenstoffes bildest du. Das Besondere daran: Myokine, wie der Stoff heisst, haben eine heilende Wirkung auf den Körper. Um Muskeln aufzubauen, sollte dabei auf eine ausreichende Proteineinnahme geachtet werden.

Ausserdem kann Krafttraining als Sport gegen Stress aktiv Verspannungen lösen. Sie sind selten Ursache, häufig aber Symptom bei Stress. Verschwinden sie, sorgt das für mehr Lebensqualität. Ebenso Rückenschmerzen: Auch sie lassen sich mit gezieltem Training lindern, weil bestimmte Muskelgruppen gestärkt werden, die für den Rücken wichtig sind.

Mit Sport gegen Stress für mehr Lebensqualität – ganz einfach?

Auch bei hoher Belastung hilft nicht immer viel Sport gegen Stress. Deshalb wäre es keine gute Idee, lediglich möglichst lange zu laufen und sechsmal die Woche ein Fitnessstudio zu besuchen. Beide Trainingsarten haben es in sich: Sie schaden bei falscher Anwendung mehr als sie helfen. Auch den Sport gegen Stress solltest du langsam angehen!

Zudem sollten wir nur den Sport gegen Stress treiben, der uns liegt. Wer sich einfach nicht gern über längere Strecken quält, der ist mit gesundem Krafttraining besser beraten. Ein prima Sport gegen Stress ist es allemal! Und so ein Training hilft, den inneren Schweinehund zu überwinden. Effektiv sorgt darum nur der Sport gegen Stress für mehr Lebensqualität, der zielgerichtet auf die eigenen Voraussetzungen eingeht.

Mehr Lebensqualität heisst auch: Nichts überstürzen! Ein guter Trainer hilft beim Erstellen eines individuellen Trainingsplans. Ein Arzt hingegen berät vor allem ältere Anfänger, welche Sportart überhaupt für sie infrage kommt. Erst wenn das alles zusammenpasst, ist es sinnvoll, mit Sport gegen Stress zu beginnen.

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Muskeltraining im Alter. 4 Gründe warum du sofort starten solltest!

Warum es nie zu spät für Muskeltraining ist – 4 gute Gründe

Die quergestreifte Skelettmuskulatur Deines Körpers ist ein wahres Wunderwerk. Viele Menschen verbinden mit Muskeltraining einen durchtrainierten Körper und verzichten selbst darauf, körperlich aktiv zu werden. Ein großer Fehler, denn der Körper profitiert in vielerlei Hinsicht von einer gut trainierten Muskulatur. Nicht nur optisch macht ein gut trainierter Körper etwas her, sondern zahlreiche Körperfunktionen und sogar die Psyche gewinnen mit jedem Muskeltraining.

Deine Muskel reagieren bis zum Tod auf Muskeltraining

Forscher konnten zeigen, dass 1% der Muskeln ab dem 40igsten Lebensjahr jährlich abgebaut werden, wenn sie nicht genutzt werden. Während dieser Muskelabbau in der ersten Lebenshälfte weder stört oder massiv auffällt, ist fehlende Muskulatur im Alter häufig ein Problem und stellt viele Menschen vor größere Probleme im Alltag. Bis zum 80. Lebensjahr baut der Körper 40 % Muskelmasse ab, wenn diesem Abbau nicht aktiv mit Muskeltraining entgegen gesteuert wird.
Doch dieser Prozess des Muskelabbaus kann durch gezieltes Muskeltraining aufgehalten werden. Die Muskulatur ist das gesamte Leben lang anpassungsfähig. Während Senioren bis vor einigen Jahren nur Ausdauertraining angeraten wurde, geht der Trend der Mediziner ganz klar zu angepasstem Muskeltraining.

Im Alter verlangsamt sich der Stoffwechsel zwar und die Muskulatur wird langsamer aufgebaut, doch die Muskeln reagieren in jedem Lebensalter auf Reize von außen.

Es ist längst an der Zeit Muskeltraining nicht mehr nur als Sport zu verstehen, der im Fitnessstudio ausgeübt wird und unweigerlich zu einem “aufgepumpten” Körper führt. Muskeltraining hat viel eher einen medizinischen Nutzen und sollte entsprechend genutzt werden. Wer auf Muskeltraining verzichtet, weil er es verurteilt und als nicht notwendig erachtet, der schadet langfristig seinem Körper. Starte mit dem Muskeltraining in einem Fitnessstudio und lass dich durch einen ausgebildeten Fitnesstrainer beraten.

Starke Muskeln bedeuten mehr Lebensqualität

Lebensqualität ist eine Bezeichnung für den Zustand, der das subjektive Wohlbefinden ausdrückt. Je mehr Lebensqualität ein Mensch hat, desto zufriedener und glücklicher ist er. Eine große Vielzahl von Faktoren haben maßgeblich Einfluss auf Deine Lebensqualität. Muskeltraining kann nicht jeden einzelnen Faktor beeinflussen, ist aber entscheidend für den gesundheitlichen Zustand und die subjektiv wahrgenommen Zufriedenheit mit dem eigenen Leben.
Mehr Muskelkraft durch gezieltes Muskeltraining stärkt nicht nur die Muskulatur, sondern auch den Geist. Die Hirnleistung wird durch Muskeltraining angeregt und die Psyche profitiert von einer Reihe von biochemischen Prozessen, ausgelöst durch das Muskeltraining.

Bekannt ist den meisten Menschen, dass beim Sport Endorphin und Dopamin ausgeschüttet wird. Beide Hormone sind als Glückshormone bekannt und sorgen für ein positives und zufriedenes Gefühl. Sport, bei dem der Körper an seine persönliche Leistungsgrenze getrieben wird, ist zwar anstrengend, wird aber gleichzeitig als äußerst befriedigend wahrgenommen.
Neben der Ausschüttung der beiden Hormone wird beim Muskeltraining das Myokin BDNF (Brain Derived Neurotropic Factor) vermehrt zum Wachstum angeregt. Ist der Energie-Stoffwechsel erhöht und es wird vermehrt Laktat ausgeschüttet.
BDNF wirkt unter anderem gegen eine Vielzahl von Nervenerkrankungen, aber auch gegen psychische Krankheiten wie Depressionen.

Neben den mentalen Auswirkungen ist es aber vor allem die Gesundheit, die vom Muskeltraining funktioniert und damit einen erheblichen Einfluss auf die Lebensqualität hat.

Muskeln verbrennen Kalorien

Muskeln sind wahre Fettkiller. Nicht umsonst gilt der Grundsatz, je mehr Muskeln ein Mensch besitzt, umso höher ist sein Grundumsatz. Drei Kilo Muskelmasse verbrennen durchschnittlich 100 kcal am Tag.
Der Grundumsatz berechnet sich aus der Energie, die der Körper braucht, um alle lebenserhaltenden Tätigkeiten durchführen zu können. Dazu zählen die Atmung, Verdauung, Organ- und Muskeltätigkeiten und ist immer abhängig vom Alter, Gewicht, Geschlecht und dem Trainingszustand. Der Grundumsatz ist folglich eine Anzahl an Kalorien, die der Körper braucht, völlig egal ob jemand den ganzen Tag im Bett verbringt oder sich aktiv bewegt. Sportliche Aktivitäten wie laufen oder Muskeltraining werden zu diesem Grundumsatz hinzu addiert und als Arbeits- beziehungsweise Leistungsumsatz bezeichnet.

Durch gezieltes Muskeltraining kann der Grundumsatz erhöht werden. In den einzelnen Muskeln sind eine Reihe von Mitochondrien, die als Kraftwerke der Muskeln bezeichnet werden. In den Mitochondrien wird Fett und Zucker sinnvoll umgewandelt. Je besser trainiert die Muskulatur folglich ist, umso mehr Mitochondrien sind vorhanden, die dafür sorgen, dass der Grundumsatz deutlich höher ist im Vergleich zu einem nicht trainierten Menschen. Muskeltraining hat daher nicht nur aktiv, sondern auch im Ruhezustand einen fettverbrennenden Effekt.

Viele Menschen nehmen mit Mitte oder Ende 20 immer mehr zu, obwohl sie an ihrer Ernährung nichts ändern. Schuld ist der bereits erwähnte Abbau von Muskelmasse, der völlig natürlich ist. Der Grundumsatz sinkt schleichend, die Ernährung wird allerdings nicht angepasst. Muskeltraining kann an dieser Stelle Abhilfe schaffen.

Muskeltraining ist sehr gesund für Körper und Geist

Es ist allerdings nicht nur der erhöhte Grundumsatz und die Ausschüttung von Endorphinen, die für deutlich mehr Lebensqualität sorgen. Erst 2007 haben Forscher herausgefunden, dass in der Muskulatur hormonähnliche Botenstoffe gebildet werden, die einen positiven Einfluss auf den gesamten Körper haben. Diese sogenannten Myokine werden allerdings nur dann gebildet, wenn sich die Muskeln aktiv bewegen. Muskeltraining ist daher unerlässlich, wenn Du von der positiven Wirkung der Myokine profitieren möchtest. Bisher konnten im Körper über 400 verschiedene Arten von Myokinen identifiziert werden.

Die Signalstoffe sind wahre Alleskönner. Sie sind in der Lage Stoffwechselvorgänge zu aktivieren, sorgen für die Vermehrung von Blutgefäßen und Muskulatur, sogar die Gehirnfunktion und -struktur profitiert. Zu guter Letzt steuern Myokine die Verteilung von Fett und sind maßgeblich für den Abbau von Fett verantwortlich. Zusätzlich haben sie eine antientzündliche Funktion und können daher vor allem einer Reihe von chronischen Krankheiten entgegensteuern, Darunter fallen beispielsweise Demenz, Diabetes oder Depressionen.
Durch die hormonähnlichen Eigenschaften der Myokine sind diese außerdem in der Lage, die komplexen Stoffwechselvorgänge des Körpers zu verändern. Das kann zu einer Umstrukturierung im gesamten Körper führen, den Energiebedarf steigern und daher sogar beim Abnehmen helfen.
Muskeltraining ist daher nicht nur für Koordination und Kraft sehr wichtig, sondern der gesamte Körper profitiert davon, wenn Du zwei- bis dreimal die Woche sportlich aktiv wirst und Deine Muskeln beanspruchst.

use it or lose it!

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Krafttraining in der Schwangerschaft – Die besten Tipps für Schwangere.

Krafttraining in der Schwangerschaft – Die besten Tipps für Schwangere.

Sport in der Schwangerschaft ist oft ein strittiges Thema. Viele denken nach wie vor, dass vor allem Krafttraining in der Schwangerschaft ein Tabu sein sollte. Gehörst Du auch zu den werdenden Müttern, die diese Meinung kritisch hinterfragen und nicht verstehen, warum Krafttraining in der Schwangerschaft ein Problem sein sollte? Du hast völlig recht!

Um es vorweg zu nehmen: Sport in der Schwangerschaft ist gesund und auch Krafttraining ist nicht schädlich für Dich und Dein ungeborenes Kind. Wenn Du ein paar einfache Ratschläge beherzigst, kannst Du auch während der Schwangerschaft weiterhin mit Gewichten trainieren.

Welche Auswirkung hat Sport in der Schwangerschaft auf das Kind?

Natürlich stellst Du Dir vor allem eine Frage, nämlich ob Krafttraining in der Schwangerschaft unter Umständen schaden könnte und was eigentlich bei Deinem Bauchzwerg passiert, wenn Du trainierst.
Betreibst Du Sport in der Schwangerschaft, so legt bei jeder Trainingseinheit auch das Kind quasi ein Cardio-Training ein. Das heißt, wenn Dein Pulsschlag aufgrund der Betätigung nach oben geht, erhöht sich auch der Puls beim Ungeborenen. Etwa 140 Schläge pro Minute sind für einen Embryo normal, bei einem Krafttraining in der Schwangerschaft oder anderen sportlichen Übungen erhöht sich diese Frequenz auf 160 Schläge pro Minute. Ist die Übungseinheit vorüber, sinkt der Puls des Babys innerhalb kürzester Zeit wieder auf die normale Frequenz.

Welche Vorteile sich für die werdende Mutter ergeben

Sport in der Schwangerschaft war lange Zeit verpönt, vor allem Krafttraining in der Schwangerschaft wurde von Ärzten und Hebammen regelrecht verboten. Heute weiß man aber, dass Du als werdende Mutter vom Training profitierst. Du verbrennst Kalorien und verhinderst so eine übermäßige Gewichtszunahme währen der Schwangerschaft. Du solltest allerdings beachten, dass etwa 12 Kilo Gewichtszunahme während der neun Monate normal und gewollt sind, also solltest Du nicht verbissen Kalorien abtrainieren.

Krafttraining in der Schwangerschaft kann Dich auf den anstrengenden Geburtsvorgang vorbereiten. Du hast mehr Ausdauer und auch Kraft für die Presswehen. Zudem reduziert sich beim Sport in der Schwangerschaft das Risiko an Schwangerschaftsdiabetes zu erkranken. Auch verhindert oder lindert der Sport Rückenschmerzen durch den wachsenden Bauch. Da beim Sport viele Endorphine freigesetzt werden, stellt sich auch weniger häufig eine Depression ein, wenn Krafttraining in der Schwangerschaft betrieben wird.

Dein allgemeines Wohlbefinden wird dadurch verbessert, die Durchblutung gesteigert und auch Verspannungen im Nacken gelöst. Zudem verhindert Sport in der Schwangerschaft übermäßige Wassereinlagerungen und wird mittlerweile von Gynäkologen und Hebammen ausdrücklich empfohlen.

Krafttraining in der Schwangerschaft – Dos and Don’ts

Krafttraining in der Schwangerschaft ist generell möglich, aber mit kleinen Einschränkungen. Wichtig ist, dass Du nicht bis an Deine Grenzen gehst. Die schweißtreibende Trainingseinheit mit möglichst hohen Gewichten sollte vermieden werden, denn dadurch würdest Du Dein Baby in Gefahr bringen.
Es ist besser auf ein Ausdauertraining oder ein leichtes Krafttraining umzusteigen wenn Du Nachwuchs erwartest. Das heißt, weniger hohe Gewichte – oft reicht das eigene Körpergewicht – dafür aber noch langsamere Wiederholungen.

Krafttraining in der Schwangerschaft sollte also gemäßigt ausgeführt werden. Hochleistungen sollten nicht erbracht werden und auch von einer gezielten Leistungssteigerung ist abzuraten.
Übungen für den ganzen Körper sind hingegen sehr vorteilhaft und Du solltest etwa ab der 20. Schwangerschaftswoche keine isolierten Rumpfübungen (Beugungen) mehr machen. Stattdessen sollte sich der Sport in der Schwangerschaft jetzt eher auf die Arme und Beine konzentrieren.
Krafttraining während der Schwangerschaft hilft Dir auch, mit Deinem stetig zunehmenden Körpergewicht und Deinem veränderten Körperschwerpunkt besser zurecht zu kommen. Und nicht zuletzt führt Krafttraining auch dazu, die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen während der Geburt zu verringern. Dies weil Du einfach fitter und belastbarer bist.

Was sollte trainiert werden?

Die Rückenmuskulatur wird während einer Schwangerschaft stark beansprucht, deshalb zielt Sport in der Schwangerschaft hauptsächlich auf die Stärkung von Nacken, Schultern und Rücken ab. Es kann übrigens sowohl an Geräten als auch mit freien Gewichten trainiert werden und neben dem Rücken ist auch eine Stärkung der Beckenbodenmuskulatur von großem Vorteil.

Der Beckenboden hält Organe und nicht zuletzt Deine Gebärmutter samt ungeborenem Kind an Ort und Stelle. Je weiter die Schwangerschaft voranschreitet, desto größer muss die Leistung der Beckenbodenmuskulatur sein. Mit Sport in der Schwangerschaft und leichtem Krafttraining in der Schwangerschaft kannst Du Deinen Beckenboden stärken. Das verhindert Schmerzen und Inkontinenz während und auch nach der Schwangerschaft. Außerdem hast Du auch hier wieder den Vorteil, dass Dein Beckenboden effektiver bei Presswehen mithelfen kann, das Kind durch den Geburtskanal zu schieben.

Krafttraining in der Schwangerschaft beinhaltet auch Bauchübungen – ein Punkt, bei dem viele Schwangere unschlüssig sind. Sport in der Schwangerschaft ist ok, aber Krafttraining in der Schwangerschaft, vor allem in der Bauchgegend? Auch das ist möglich, jedoch sollte sich das Training auf die schrägen Bauchmuskeln beschränken. Auch diese sollten auch nicht isoliert, sondern eher in einer Ganzkörperübung gestärkt werden.

Verzichten solltest Du auf schnelle, ruckartige Bewegungen und auch gelenkschonend sollten die Übungen sein. Da sich Dein Körper auf die anstehende Geburt vorbereitet, schüttet er vermehrt Gestagen aus. Dies führ dazu, dass Gelenke und Bänder lockerer werden damit Dein Becken anpassungsfähiger wird und der Geburtsvorgang leichter wird. Das kann aber auch dazu führen, dass Du empfindlicher gegenüber Verletzungen bist. Sport in der Schwangerschaft und Krafttraining in der Schwangerschaft sollten also auch unter dem gesundheitlichen Aspekt in Bezug auf die Mutter eher moderat betrieben werden.

Individuelles Krafttraining in der Schwangerschaft

Was Dir gut tut weißt Du selbst am besten. Wenn Du bereits vorher trainiert hast, ist Krafttraining in der Schwangerschaft kein Problem für Dich. Wenn Du jedoch erst mit dem Sport in der Schwangerschaft anfängst, solltest Du es langsam angehen lassen, da Dein Körper sportliche Belastung nicht gewöhnt ist.
Krafttraining in der Schwangerschaft richtet sich auch nach dem Trimester in dem Du Dich befindest. Im ersten Trimester hast Du zwar noch keine typischen Schwangerschaftsbeschwerden. Diese führen vom Gewicht her, jedoch wird Dir aufgrund der hormonellen Umstellung übel sein. Manche werdende Mütter müssen sich mehrmals am Tag übergeben und fühlen sich allgemein schlapp und ausgelaugt. Sport in der Schwangerschaft während den ersten zwölf Wochen ist für die meisten daher zu kräftezehrend.

Im zweiten Trimester spricht dann nichts mehr gegen Krafttraining in der Schwangerschaft. Du fühlst Dich fit, der Bauch ist noch nicht zu groß und die Übelkeit verflogen.

Im letzten Trimester ist es dann allerdings wieder schwer mit dem Sport in der Schwangerschaft. Der Bauch wird immer größer. Du bist vielleicht auch müde. Das Krafttraining in der Schwangerschaft kannst Du ruhig auf ein Minimum reduzieren. Absolviere es gerade so, wie es für Dich am besten ist.

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Hemmt die Antibabypille den Muskelaufbau?

Hemmt die Antibabypille den Muskelaufbau?

Viele Frauen legen Wert auf eine schöne Figur und sind bereit, dafür auch viel zu tun. Krafttraining zum Aufbau der Muskeln sorgt für einen flachen Bauch, einen knackigen Po und schöne Beine. Darüber hinaus nehmen junge Frauen auch ihre Empfängnisplanung in die eigene Hand und verhüten mit der Antibabypille. Nun gibt es einen Mythos, der besagt, dass Krafttraining bei der Einnahme der Antibabypille unnötig ist, da der Muskelaufbau durch die Wirkungsweise des Verhütungsmittels beeinträchtigt wird. Es gibt nicht wenige Frauen, die diesem Mythos glauben und auf Krafttraining verzichten. Wir geben dir einen Einblick in die Wirkungsweise der Antibabypille und sagen dir, ob der Mythos stimmt oder ob sich dahinter einfach nur Unsinn verbirgt.

Die Wirkungsweise der Antibabypille

Seit den 1960er Jahren können sich alle Frauen die Antibabypille verschreiben lassen und so gezielt planen, ob und wann sie ein Baby bekommen möchten. Die Antibabypille ist ein hormonelles Verhütungsmittel. Sie wird einmal am Tag möglichst zu einem identischen Zeitraum eingenommen. Junge Frauen bekommen von ihrem Arzt häufig die Mikropille verschrieben. Um die Wirkungsweise dieser Mikropille sicherzustellen, ist eine Einnahme täglich zur gleichen Zeit sehr wichtig. Nach dem Ablauf von 21 Tagen wird eine siebentägige Pause eingelegt. In dieser Pause setzt die Regelblutung ein. Dies soll helfen, die natürlichen Abläufe im Körper der Frau zu simulieren. Nach der Einnahme der Antibabypille gelangen die Wirkstoffe in den Darm. Die Darmwand sorgt dafür, dass die Wirkstoffe in den Körper gelangen.

Antibabypille lässt den Östrogenspiegel ansteigen

Die Antibabypille ist ein Präparat, das den Östrogenspiegel ansteigen lässt. Ist eine Frau schwanger, ist der Östrogenspiegel gleichbleibend hoch. So wird dem Körper durch die Einnahme der Antibabypille eine Schwangerschaft vorgetäuscht. Weitere Wirkstoffe der Antibabypille sorgen dafür, dass die Schleimhaut innerhalb der Gebärmutter umgebaut wird. In der Folge wird der Eisprung unterdrückt, weil der Körper ja denkt, dass eine Schwangerschaft eingetreten ist. Sollte es dennoch zu einem Eisprung und zu einer Befruchtung kommen, kann sich das Ei nicht im Körper der Frau einnisten, weil die Schleimhaut zu dünn ist. In diesem Fall bekommt die Frau häufig eine sehr starke Regelblutung.

Verantwortlich für diese komplizierten Vorgänge sind drei Hormone, deren Bildung vom Hypothalamus gesteuert wird. Durch die Hormone wird der Östrogenspiegel angehoben. Da die Antibabypille eine Anhebung des Östrogenspiegels verursacht, hemmt der Hypothalamus die Produktion von weiterem Östrogen. Eine Schwangerschaft kann somit nicht eintreten.
Die Frage ist nun, ob sich diese komplexen Vorgänge auf den Muskelaufbau beim Krafttraining auswirken. Dazu musst du verstehen, wie sich das Krafttraining auf die Muskeln auswirkt und was in deinem Körper passiert.

Testosteron und Muskelaufbau

Testosteron ist ein androgynes Hormon, welches im Körper des Mannes in einer sehr viel höheren Konzentration vorkommt, als dies bei der Frau der Fall ist. Aus diesem Grund haben Frauen einen grazilen Körperbau und weniger Körperbehaarung. Das Testosteron ist auch der Grund dafür, dass der Muskelaufbau bei Männern schneller geht als bei einer Frau, auch unter der Voraussetzung, dass beide ein identisches Training absolvieren.

Wenn du ein Krafttraining absolvierst, schüttet der Körper sowohl beim Mann als auch bei der Frau Testosteron aus. Bei der Frau jedoch in geringerem Masse, weil die natürliche Konzentration des Hormons in ihrem Körper niedriger ist.
Die Hormonausschüttung wird als endogen bezeichnet, weil sie von innen heraus erfolgt. Im Gegensatz dazu kannst du Testosteron auch von aussen zuführen. Dies erfolgt durch die Einnahme von Anabolika, die im Sport verboten und ansonsten sehr umstritten ist.

Muskelaufbau durch Krafttraining – so funktioniert es

Wenn du einen gezielten Muskelaufbau betreiben möchtest, realisierst du dies durch ein Krafttraining. Bei diesem Training kommt es zu kleinsten Verletzungen in den Muskeln. Nach dem Krafttraining wird die Muskelaufbaurate erhöht und es wird Protein im Muskel eingebaut.
Im Körper setzt sofort die Selbstheilung ein. Die Muskeln werden durch die hohe Beanspruchung stark durchblutet. Im Blut sind viele verschiedene Hormone enthalten. Diese komplexen Vorgänge führen dazu, dass sich die kleinsten Verletzungen von selbst heilen. Der Körper ist daher anschliessend resistenter gegenüber diesen Stresssituationen.

Antibabypille und Muskelaufbau – das Zusammenspiel der Hormone

Wenn du die Antibabypille nimmst, denkt der Körper an eine Schwangerschaft und schüttet automatisch viele weibliche Hormone aus. Beim Muskelaufbau kommt es jedoch zu einer Ausschüttung von männlichen Hormonen, allem voran dem Testosteron. Da die weiblichen Hormone durch die Einnahme der Antibabypille überwiegen, wird die Testosteronproduktion automatisch gehemmt. In der Folge ist der Muskelaufbau durch das Krafttraining tatsächlich gestört. Der Mythos muss jedoch nur teilweise als wahr bezeichnet werden, denn wenn du die Antibabypille nimmst, ist der Muskelaufbau um etwa 60 Prozent geringer als bei einer Frau, die ein identisches Training absolviert und keine Antibabypille nimmt.

Fazit:
Du hast die Wahl. Entweder findest du dich mit dem verlangsamten Muskelaufbau ab, wenn du die Antibabypille nimmst – es ist ja nicht so, dass dein Krafttraining gar keine Wirkung hat. Oder du steigst auf ein Verhütungsmittel um, das keine Einwirkung auf deinen Hormonhaushalt hat.

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Muskelmasse aufbauen und Gewicht zunehmen mit diesen Tipps!

Muskelmasse aufbauen und Gewicht zunehmen ganz leicht mit diesen Tipps!

Gewicht zunehmen und dabei Muskelmasse aufbauen – für viele Sportler nicht so einfach, wie es klingen mag. Insbesondere Personen mit einem sehr schnellen Stoffwechsel, die essen können, soviel sie wollen, haben größere Probleme Muskelmasse aufzubauen. Dabei ist Gewicht zunehmen und gezielt Muskelmasse aufbauen gar nicht so schwierig. Hier hältst Du einige Tipps, die Dir helfen können.

Die richtige Ernährung

Gezielt Gewicht zunehmen kann am einfachsten und effektivsten durch die richtige Ernährung erreicht werden. Viel Protein, Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße sorgen dafür, dass Dein Körper genau die Stoffe erhält, die er braucht. Tatsächlich ist für den Aufbau von Muskelmasse und die Gewichtszunahme die Ernährung am entscheidendsten. Zusätzlich sollte darauf geachtet werden, mindestens drei Liter Wasser am Tag zu trinken.
Doch nicht nur das “was” ist entscheidend, sondern auch das “wie”. Es empfiehlt sich mehrere kleine Mahlzeiten am Tag einzunehmen, im Optimalfall verteilst Du Deinen Tagesbedarf auf sieben bis neun Mahlzeiten.
Als Faustregel gilt: Wenn Du Gewicht zunehmen willst, solltest Du mindestens 300 kcal, besser sogar 500 kcal mehr zu Dir nehmen, als Du benötigst. Grobe Richtwerte, die für die Ernährung empfehlenswert sind:
Pro 1 kg Körpergewicht: 1 Gramm Fett, 3 Gramm Protein, 3-5 Gramm Kohlenhydrate
Doch Gewicht zunehmen und gleichzeitig Muskelmasse aufbauen wird Dir nicht gelingen, wenn Du den ganzen Tag isst. Der Körper kann nur bedingt Muskelmasse aufbauen und speichert den Überschuss ab einem bestimmten Zeitpunkt als Fettreserven.

Unterstützung durch Protein-Shakes.

Gewicht zunehmen und Muskelmasse aufbauen wird häufig ergänzend durch Protein-Shakes versucht zu beschleunigen. Die Protein-Shakes liefern Deinem Körper wichtige Aminosäuren und Nährstoffe, um Muskelmasse aufzubauen und zu erhalten.
Eine große Auswahl an zahlreichen Protein Produkten, die Dein Training optimal unterstützen können, findest Du unter hier.
Muskelmasse aufbauen kann Dir allerdings durch Protein Shakes nicht abgenommen werden. Sie unterstützen Dich beim Training und verhelfen Dir zu schnell sichtbaren Erfolgen.

Welches Training ist am effektivsten?

Zunächst einmal musst Du Dich von dem Gedanken lösen, gleichzeitig Gewicht zunehmen und Muskelmasse aufbauen zu wollen ohne dabei auch Fett zuzunehmen. Es ist sogar wahrscheinlich, dass Du während dem Aufbau von Muskelmasse etwas Fett zu nehmen wirst. Das ist allerdings ein ganz normaler Prozess, denn der Aufbau der Muskelmasse kann einfacher umgesetzt werden, wenn Du eine positive Energiebilanz hast. Um dem entgegen zu wirken, solltest Du Deinen Körper beobachten. Wenn Du bemerkst, dass Dein Körper Fett speichert, solltest Du Deine Kalorienaufnahme etwas reduzieren.

Wenn Du Gewicht zunehmen und Muskelmasse aufbauen willst, solltest Du Dir einen Trainingsplan erstellen oder in einem professionellen Fitnessstudio erstellen lassen.

Wer viel Muskelmasse aufbauen will, fokussiert sich in der Regel auf Krafttraining. Du kannst gezielt bestimmte Muskelgruppen trainieren, doch solltest Du darauf achten, dass dies regelmässig gemacht wird. Ein Variation ist nicht notwendig. versuche aber möglichst mehrer Funktionen eines Muskels zu trainieren.

Besonders wichtig um Dein Ziel zu erreichen ist es, wenn Du immer wieder bis zu Muskelversagen trainierst. Muskeln wachsen nur durch einen intensiven Reiz. Ein Aufwärmen der Muskeln vor dem Krafttraining ist dabei nicht unbedingt nötig sofern du die Übung langsam durchführst.
Leichtes Ausdauertraining solltest Du am besten an Trainingsfreien Tagen einbauen da der Ausdauerzeit den Muskelaufbau negativ beeinflussen kann.

Auf die Erholung achten und sich Zeit geben

Was viele Sportler nicht berücksichtigen ist, dass der Körper zum Aufbau von Muskelmasse Zeit zur Regeneration braucht. Studien konnten zeigen, dass Muskelmasse aufbauen mit ausreichenden Erholungsphasen den größten Erfolg bringt. Muskeln bauen sich nicht während des Trainings auf, sondern erst in den Ruhephasen danach.
Gewicht zunehmen und Muskelmasse aufbauen wird Dir am besten dann gelingen, wenn Du nach dem Training hochwertiges Protein zu dir nimmst.

Doch Achtung: wer zu spät isst, der gefährdet seinen Trainingserfolg. Späte Mahlzeiten gefährden einen erholsamen Schlaf, der extrem wichtig für das Gewicht zunehmen ist. Isst Du kurz vor dem Schlafen, ist Dein Körper mit Verdauen beschäftigt und lässt dich schlecht Schlafen. Der Schlaf kann einen Einfluss haben wenn du Muskelmasse aufbauen willst.

Wenn Du Gewicht zunehmen und Muskelmasse aufbauen willst, musst Du außerdem etwas Zeit einkalkulieren. Dein Körper ist nicht in der Lage über einen kurzen Zeitraum viel Muskelmasse aufbauen zu können. Lass Dir also Zeit. Es ist somit nachhaltiger für Deinen Körper. Du wirst nach einigen Monaten wahrscheinlich deutlich Gewicht zunehmen und Muskelmasse aufbauen, das ist aber ein schleichender Prozess, daher solltest Du Dich etwas in Geduld üben.

Du und deine Genetik entscheiden.

Gewicht zunehmen und Muskelmasse aufbauen ist zweifelsohne immer von Deinem Körper abhängig. Jeder Mensch ist individuell und so verhält es sich auch mit den Eigenschaften des Körpers. Stoffwechsel, die Dauer, die Dein Körper zur Regeneration braucht, Deine Trainingsintensität, Deine Schlafdauer, Deine Essgewohnheiten, all diese Faktoren sind entscheidend dafür, wie schnell Du Gewicht zunehmen und Muskelmasse aufbauen wirst. Besonders sogenannte Hardgainer, Menschen, die sehr langsam Gewicht zunehmen, müssen lernen, sich auf ihren Körper einzustellen.

Oftmals braucht es etwas Zeit, bis sich erste Erfolge einstellen. Wenn du Gas gibst und es konsequent umsetzt, wirst Du staunen, wie schnell Du Fortschritte machen kannst. Es gibt nicht den perfekten Trainingsplan, denn zu viele Faktoren bestimmen, wie schnell Du Gewicht zunehmen und Muskelmasse aufbauen wirst. Sollte Dein Training einmal stagnieren, solltest Du Dich nicht verunsichern lassen, sondern Deinen Trainingsplan etwas überdenken und die Intensität des Trainings erhöhen.

Viel Spass dabei!

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Zum Abnehmen solltest du Muskeltraining machen! Wir erklären dir warum.

Gründe warum du zum Abnehmen Muskeltraining machen solltest!

Die Zahl der Menschen, die nach einer Diät wieder zunehmen, wächst und wächst. Jeder möchte gern ein paar Pfunde verlieren. Es wird gehungert, Wasser getrunken und Spinat mit Pouletbrust gegessen. Zwei Kilo sind weg, doch nach einigen Monaten sind vier neue wieder auf den Hüften. Immer wieder steht die Fragen im Raum: Wie kann ich abnehmen? Die einfache lautet: Ohne Muskelaufbau geht es nicht. Wir klären auf, warum beim Abnehmen der Muskelaufbau so wichtig ist. Danach solltest Du wirklich überzeugt sein.

Warum brauche ich Muskelaufbau?

Sport und Bewegung sind beim Abnehmen gut und sogar Voraussetzung. Doch Bewegung allein reicht nicht aus, wenn der Muskelaufbau nur geringfügig ist. Denn so wirst Du nur kurzfristig Pfunde verlieren. Der berühmte Jojo-Effekt beginnt nach der Diät dann aus einem einfachen Grund: Das Organ, das für den Stoffwechsel verantwortlich ist, ist nicht ausreichend ausgebildet. Das ist nicht etwa der Magen oder Verdauungstrakt, sondern es sind die Muskeln. Die Gesamtheit aller Muskeln sind für den Stoffwechsel verantwortlich. Sie verbrauchen die aufgenommene Energie, der gewünschte Kreislauf auch in Gang. Du kannst abnehmen oder eben nicht wieder zunehmen. Ein mindestens genauso wichtiger Punkt, den Du nicht außer Acht lassen solltest.

Der Muskelaufbau: Das ist wichtig für Dich!

Wenn Du bisher joggen oder schwimmen warst, aber nicht die gewünschte Menge an Kilos abnimmst, dann kann dies durchaus daran liegen, dass die notwendige Muskelmasse fehlt. Wichtig ist, dass Du ein abwechslungsreiches Training absolvierst, bei dem der Muskelaufbau Vorrang hat. Denn solange Du nur Kalorien beim Sport verbrauchst, aber keine Muskeln aufbaust, wirst Du früher oder später wieder an Gewicht zunehmen. Genau hier liegt der Knoten, den viele Menschen, die abnehmen wollen, nicht sehen. Wenn Du lange keinen Sport gemacht hast, steht der Muskelaufbau deshalb an erster Stelle. Du wirst schneller und nachhaltiger abnehmen, wenn der Fokus in den ersten Wochen allein auf dem Muskelaufbau liegt. Das Kalorienzählen kommt erst viel später, auch wenn Du natürlich trotzdem auf Deine Ernährung achten musst.

Allein das Ausdauertraining reicht nicht aus, um die Fettverbrennung richtig anzukurbeln. Während viele Jahre gesagt wurde, dass mit einem Training von 20 Minuten begonnen werden sollte, weiß man heute, dass sogar ohne Aufwärmphase direkt das Muskeltraining begonnen werden kann. Es ist der schwierigere Teil des gesamten Trainings und Du tust Dir selbst einen Gefallen, wenn Du zuerst mit dem Muskelaufbau beginnst und danach ein gutes Ausdauertraining einlegst (Achtung: Ausdauerbelastung des gleichen Zielmuskels hemmen dabei den Muskelaufbau). Hier sind weniger die Kräfte gefragt, sondern die Ausdauer und die Pulsfrequenz. Zusätzlich geht der Energieverbrauch auch hier noch einmal kräftig nach oben, ein Plus zum Abnehmen. Mit einer durchschnittlichen Aufnahme von ca. 2000 Kalorien und dem Verbrauch von ca. 2500 – 3000 Kalorien kannst Du in absehbarer Zeit abnehmen und Fett verlieren.

Was bringt mir der Muskelaufbau?

Was passiert genau beim Abnehmen? Der erste Level bei der Körperformung ist ohne Zweifel der Muskelaufbau. Erst durch die Muskeln wirken einzelne Körperpartien gut geformt. Wo vorher Dellen und Hüftspeck saßen, zeigen sich glatte Linien. Übrigens sind nicht nur Frauen von den ungeliebten Hüftrollen betroffen. Mindestens genauso viele Männer tragen heute Speckröllchen über dem Hosenbund. Gut versteckt heißt noch nicht, dass der Kampf beim Abnehmen gewonnen ist. Neu aufgebaute Muskeln verbrauchen mehr Energie. Der Muskel ist das Stoffwechselorgan Nummer Eins! Je mehr Muskeln umso mehr Fettverbrauch.

So erreichen Spitzensportler extreme Werte wie drei Prozent Körperfett. Durch andauerndes Training werden die Muskeln weiterhin trainiert und unterstützen einen hohen Stoffwechsel. Körperformung und Energieverbrauch gehen also Hand in Hand. Schon nach wenigen Wochen sind Unterschiede sichtbar und vor allem auch spürbar. Jede Bewegung fällt leichter. Daher wird Dir diese Phase beim Abnehmen und nach dem Muskelaufbau nicht mehr so schwer fallen. Die Momente, die anfänglich schwer waren, sind nun deutlich einfacher.

Zusammenfassend können wir zum Abnehmen mit Muskeltraining sagen:

1. Das Muskeltraining ermöglicht erst den Muskelaufbau
2. Regelmäßiges Muskeltraining fördert direkt das Abnehmen
3. Weiterführendes Muskeltraining verhindert den Abbau der Muskeln
4. Muskeltraining unterstützt nachhaltig den Stoffwechsel
5. Ständiges Muskeltraining sorgt für einen schönen Körperbau
6. Muskeltraining beansprucht ständig Kalorien

Positive Effekte beim Abnehmen

Sobald der Muskelaufbau Wirkung zeigt, geht nicht nur die Anzeige der Waage runter. Auch das Wohlbefinden im Allgemeinen verändert sich positiv. Der Muskelaufbau hat zur Folge, dass viele Menschen plötzlich “wachsen”, nicht etwa an Körpergröße, sondern an einer verbesserten Körperhaltung. Insbesondere die Rückenmuskulatur sorgt dafür, dass Du eine bessere Haltung hast. Der Rücken ist gerade und weniger krumm, daraus resultiert der Eindruck, man wäre gewachsen. Laufen oder die Treppen steigen sind jetzt gar kein Problem mehr. Insbesondere das mühelose Treppensteigen ist ein typisches Resultat, das beim Muskelaufbau und Abnehmen geschieht.

Der Körper hat mehr Kraft und Energie, denn die Muskeln tragen nun mit weniger Anstrengung den gesamten Körper. Diese einfache Formel lässt sich auf jeden Menschen übertragen: Ob große oder kleine Menschen, dick oder dünn. Sobald der Muskelaufbau beginnt, verändert sich das Körpergefühl. Dieser Punkt sollte vor allem Dein Ansporn sein, denn ab diesem Zeitpunkt wird Dir das Abnehmen noch leichter fallen. Die Schwerfälligkeit ist dahin, also macht auch die Bewegung und das Abnehmen wieder viel mehr Spaß!

Nach dem Erreichen des Wunschgewichts …

… solltest Du auf keinen Fall aufhören zu trainieren. Denn ohne Muskeltraining gehen die Muskeln wieder zurück und damit auch der Stoffwechsel. Dies hätte zur Folge, dass Du wieder zunimmst. Mit dem Muskelaufbau kannst Du diesen Effekt verhindern. Das Abnehmen ist ein langwieriger Prozess. Wenn Du langfristig abnehmen möchtest, legst Du zwischen Deinem Ausdauertraining immer wieder Einheiten von Muskelaufbau dazwischen, um auf dem gleichen Stand zu bleiben. Der Aufwand ist dann weitaus einfacher, denn bestehende Muskeln zu trainieren fällt leichter.

Ein- bis zweimal pro Woche kannst Du spezielle Einheiten zum weiteren Muskelaufbau einlegen und diese Tage auch durch eine gezielte Protein Einnahme ergänzen. Kein Zucker bzw. nur vor dem Training eine bestimmte Menge an Kohlenhydraten zu sich nehmen. Die Kohlenhydrate geben Dir die notwendige Energie für das Training. Spezielle Energiedrinks begleiten Dich während des Trainings und versorgen den Organismus mit wichtigen Mineralstoffen. Auch ein Punkt, der oft ignoriert wird. So hast Du die Kraft, zwei Stunden Muskeltraining zu absolvieren und kannst je nach Wunsch weitere Kilo abnehmen. Anschließend gibt es nur Eiweiß und Gemüse! So bekommen die Muskeln genau die Vitalstoffe, die sie nach dem Training brauchen.

Denk beim Abnehmen immer daran. Steter Tropfen höhlt den Stein!

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Gesäss auf dem Laufband trainieren. Geht das?

Kann ich mein Gesäss auf dem Laufband trainieren?

In der heutigen Zeit sieht man in den Fitnessstudios immer mehr Leute welche Übungen aus dem Internet bei sogenannten Influencern von Instagram oder Facebook kopieren. Daher kommt wahrscheinlich auch der Trend, dass beim Laufband jeweils steil nach oben gelaufen wird. Wenn man die Trainierenden fragt warum sie dies machen, kommt oft die gleiche Antwort. Ich möchte mein Gesäss auf dem Laufband trainieren und so einen knackigen Po erhalten.

Wie bekommt man überhaupt einen knackigen Po?

Es geht hier vor allem darum, den Po zu “Straffen”. Straffen bedeutet dabei die Muskelmasse zu vergrössern und die Fettmasse zu verringern. Die Fettmasse verringern kann man in dem man einen negative Energiebilanz erreicht. Dabei müssen weniger Kalorien eingenommen als Kalorien verbraucht werden. Wo das Körperfett jedoch abgebaut wird, ist grösstenteils genetisch geregelt und kann daher kaum beeinflusst werden. Es besteht jedoch die Möglichkeit die Muskelmasse lokal zu vergrössern. Kann man somit nun die Muskulatur durch Po-Training auf dem Laufband vergrössern?

Wohl kaum.

Für eine Vergrösserung der Muskelmasse müssen folgende Belastungen gegeben sein:

  • Spannungsdauer bis zur muskulären Erschöpfung von ca. 60 – 100 Sekunden.
  • Ein Trainingswiderstand der die muskuläre Erschöpfung in diesen 60 – 100 Sekunden herbeiführen kann.

Beide Voraussetzungen sind mit grösster Wahrscheinlichkeit bei vielen nicht gegeben wenn sie das Gesäss auf dem Laufband trainieren.

Das Gesäss auf dem Laufband trainieren macht wenig Sinn. Was ist die Alternative?

Ein Muskel reagiert auf jeden Trainingsreiz mit einer spezifischen Anpassung. Bei einem Reiz welcher über längere Zeit (mehrere Minuten bis Stunden) auf den Muskel einwirkt, bewirkt, dass der Muskel ausdauernder wird. Dabei wird seine Querschnitts-Fläche jedoch kaum verändert. Um die Muskelmasse zu vergrössern muss somit der Muskel innert 60 – 100 Sekunden komplett erschöpft werden. Zudem muss die Protein Einnahmemenge genug gross sein und zur richtigen Zeit zu Verfügung stehen. Nur so hat der Muskel auch den nötigen Baustoff zu Verfügung.

Um den Muskel in kurzer Zeit komplett zu erschöpfen eignet sich daher ein Kraftgerät deutlich besser als ein Ausdauergerät.

Im folgenden Blog findest du Übungen um deinen Po zu trainieren. Diese sind deutlich effizienter als wenn du dein Gesäss auf dem Laufband trainierst.

4 Gesäss Übungen für einen knackigen Po.

Viel Spass dabei und lass deinen Po brennen!

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Variation beim Training. Braucht es eine Variation im Trainingsplan?

Variation beim Training. Brauchen wir eine Variation im Trainingsplan? Wenn ja, wann?

Fast in jedem Buch über Training liest man vom Trainingsprinzip der Variation. Braucht es wirklich eine Variation beim Training oder kann mit gutem Gewissen darauf verzichtet werden? Wir gehen dem auf den Grund.

Training kann sehr vielfältig sein. Die Frage stellt sich nun ob man bei Training von Krafttraining, Koordinationstraining oder Ausdauertraining spricht. Unterschiedliche Trainingsarten führen natürlich zu unterschiedlichen Anpassungen im Körper.

Anpassungen beim Ausdauertraining

Beim Ausdauertraining unterscheidet man vor allem das Training mit der Dauermethode (Ausschöpfung) bei welcher eine tief intensive gleichmässige Leistung über längere Zeit erbracht wird und dem hoch intensiven Intervalltraining bei welcher tief intensive Leistungen mit kurzen hoch intensiven Phasen abgewechselt wird. Training der Ausschöpfung führt vor allem zu muskulären Anpassungen in der eingesetzten Muskulatur (grössere mitochondriale Masse, bessere Kappillarisierung etc.). Hoch intensives Intervalltraining wiederum führt zu einer Anpassung am Herzen (vor allem höheres Schlagvolumen). Somit kann das Herz pro Schlag mehr Blut auswerfen. Dies führt in der Regel zu einem tieferen Ruhepuls.

Ist also eine Variation beim Training sinnvoll wenn man die Ausdauer verbessern möchte?

Ganz klar, Ja! Beim Ausdauertraining sollten beide Komponenten trainiert werden. Optimal gestaltest du das Ausdauertraining in einem Verhältnis von 80/20. 80% Ausschöpfungstraining (tief intensive gleichmässige Leistung über längere Zeit) und 20% hoch intensives Intervalltraining. Dabei kann es auch sinnvoll sein unterschiedliche Bewegungsformen einzusetzen (Velo, Crosstrainer, Laufen, Schwimmen etc.).

Anpassungen beim Krafttraining

Regelmässiges intensives Muskeltraining in einer angemessenen Spannungsdauer (ca. 60 – 100 Sekunden) führt zu einer Querschnitts- und/oder Längenanpassung der eingesetzten Muskelfasern. Nun werden bei jeder Übung unterschiedliche Muskelfasern in Betrieb genommen. Dies ist auf die funktionsabhängige Rekrutierung motorischer Einheiten zurückzuführen. Wird also im Handgelenk eine Supination (Auswärtsdrehung) im Handgelenk ausgeführt so werden nicht die gleichen Muskelfasern im Bizepsmuskel in Betrieb genommen wie bei einer Beugung im Ellbogengelenk (Bizepscurl). Um möglich viel Effekt aus dem Muskeltraining zu erzielen sollten die Muskeln somit in möglichst unterschiedlichen Funktionen trainiert werden. Achte somit darauf, dass du mehrere Übungen pro Muskel in möglichst unterschiedlichen Funktionen ausführst.

Ist also eine Variation beim Training sinnvoll wenn man die Muskelmasse erhöhen möchte?

Nein! Erstens gibt es keine wissenschaftlichen Daten welche klar zeigen, dass eine Variation nach ein paar Wochen/Monaten zu mehr Muskelmasse führt. Anderseits werden wie oben beschrieben je nach Funktion andere Muskelfasern in Betrieb genommen. Es gibt somit jeweils Anpassungen in diesen Muskelfasern (sofern das Krafttraining effektiv ausgeführt wird). Wenn ich nun eine Beugung im Ellbogengelenk (Bizepscurl) für 8 Wochen trainiere und dann bei diesem Muskel zur Übung Supination wechsle, dann werde ich diese gewonnen Anpassungen (in den eingesetzten Muskelfasern beim Bizepscurl) wieder verlieren da nun andere Muskelfasern trainiert werden. Somit ist auch klar, warum es bei “neuen” Übungen oftmals zu Muskelkater (kleinste Mikrorisse in den Muskelfasern) kommt. Einige Muskelfasern wurde nie trainiert und man ist somit ein “Anfänger” in dieser Übung.

Trainiere beim Krafttraining möglichst pro Muskelgruppe mit 3 -4 unterschiedlichen Übungen und versucht von Training zu Training die Intensität zu steigern! Eine Variation beim Krafttraining ist nicht zwingend schlecht. Um die Motivation hoch zu halten und um etwas Abwechslung im Training zu haben, kann eine Variation durchaus Sinn machen. Beim Ausdauertraining ist darauf zu achten, dass 80% des Trainingspensums bei tiefer Intensität (ca. 65 – 75 % der maximalen Herzfrequenz oder ein Tempo bei welchem noch einzelne Sätze gesprochen werden können) trainiert wird. 20% des Trainingspensums sollte mit hoch intensivem Intervalltraining abgedeckt werden.

Achte zudem auf eine angepasste Protein Zufuhr nach dem Training und währen dem Tag um maximale Effekte zu erzielen.

Viel Spass dabei!