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Ungesunde Ernährung kann zu chronischen Entzündungen führen.

Warum eine ungesunde Ernährung chronische Entzündungen fördert

Nicht wenige Menschen leiden heutzutage unter chronischen Entzündungen. Das Resultat sind nicht selten nur Schmerzen, sondern auch starke Einschränkungen im alltäglichen Leben. Vielen ist dabei nicht bewusst, dass eine ungesunde Ernährung das Risiko auf fortdauernde Entzündungen sogar erhöht.

Doch wie erkennst du eine ungesunde Ernährung und worauf solltest du bei Lebensmitteln achten, um chronische Entzündungen nicht zusätzlich zu stärken?

Ungesunde Ernährung beginnt im Alltag

Viele Menschen glauben, dass sie sich gesund ernähren. Dabei sind viele Genussmittel des Alltags genau das Gegenteil und fördern eine ungesunde Ernährung sogar. Ein oder zwei Gläser Wein am Abend können ja nicht schaden, oder doch? Tatsächlich sorgt die Aufnahme von Alkohol dafür, dass sich die Leber nicht ihren ursprünglichen Aufgaben widmen kann, da zunächst der Alkohol abgebaut werden muss. Dabei ist die wichtigste Funktion der Leber, den Körper zu entgiften. Kann sie diese Arbeit nicht wie gewohnt durchführen, steigt das Risiko auf chronische Entzündungen. Solltest du nicht gänzlich auf den Geschmack von Alkohol verzichten wollen, so kannst du alternativ auf Kombucha Tee zurückgreifen. Dieser fermentierte Tee schmeckt leicht nach Alkohol, enthält jedoch keinen. Studien konnten darüber hinaus belegen, dass fermentierte Lebensmittel Entzündungen sogar hemmen.

Wo beginnt eine ungesunde Ernährung?

Eine ungesunde Ernährung kann bereits beim falschen Brot beginnen. Wer regelmässig zu Produkten aus Weissmehl greift, erhöht damit unwissentlich das Risiko auf chronische Entzündungen. Ausschlaggebend hierfür ist die überdurchschnittliche Menge an Kohlenhydraten, die dabei aufgenommen wird. Nimmst du zu viele Kohlenhydrate zu dir, so belastet dies den Insulinspiegel. Je mehr dieser ansteigt, desto höher sind die Entzündungswerte im Körper. Entsprechend kann eine ungesunde Ernährung mit zu viel Weissmehl chronische Entzündungen begünstigen.

Neben Alkohol und Weissmehl gibt es weitere Produkte, die wir nahezu täglich konsumieren und die eine ungesunde Ernährung befeuern. Beim Kauf von industriell hergestellten Lebensmitteln solltest du immer genau auf die Inhaltsstoffe achten. Neben Konservierungsmitteln und Zucker finden sich dort meist zahlreiche Zusatzstoffe wie Emulgatoren. Diese gehören zweifelsfrei in die Sparte der ungesunden Ernährung. Im Darm können sie Infektionen auslösen und die Darmflora verändern. Um chronische Entzündungen zu vermeiden oder sie nicht zusätzlich zu unterstützen, solltest du so wenige Emulgatoren wie möglich zu dir nehmen.

Salz gehört als Würzmittel zu fast jeder Mahlzeit dazu. Dabei spielt es jedoch eine entscheidende Rolle, welches Salz aufgenommen wird. Raffiniertes Salz, auch als Kochsalz bekannt, enthält neben Zusatzstoffen sogar Chemikalien, die nicht nur Entzündungen auslösen, sondern diese sogar in den Knochen hervorrufen und verstärken können. Anstelle von raffiniertem Salz empfiehlt es sich, stattdessen Himalayasalz oder Meersalz zu verwenden.

In welchem Zusammenhang stehen Lebensmittel und chronische Entzündungen?

Um zu verstehen, wie eine ungesunde Ernährung chronische Entzündungen beeinflusst, solltest du wissen, welche Inhaltsstoffe für die entsprechenden Reaktionen verantwortlich sind. Selbstverständlich kannst du mit den richtigen Nahrungsmitteln chronischen Entzündungen vorbeugen. Entscheidend ist in erster Linie, dass du dich dazu motivierst, die ungesunde Ernährung an den Nagel zu hängen und künftig bewusster und gesünder zu essen.

Die sogenannte glykämische Last ist ein entscheidender Faktor bei Lebensmitteln, die viele Kohlenhydrate enthalten. Je höher diese ist, desto eher reagiert der Körper darauf. Ist der Körper bereits durch chronische Entzündungen geschwächt, können diese durch die Aufnahme von zu viel Zucker sogar noch verstärkt werden.

Auch wenn Hülsenfrüchte und Getreide zunächst gesund klingen, sind sie es nur in Massen. Du solltest Getreide höchstens ein Mal pro Tag und Hülsenfrüchte maximal zwei Mal pro Woche zu dir nehmen. Die enthaltenen Lektine gehören zur Gruppe der Proteine und binden vorwiegend Blut- sowie Darmzellen, wodurch Entzündungen ausgelöst werden können. Einzige Ausnahme in der Gruppe der Getreide ist der Hafer. Aufgrund der hohen Anzahl an Beta-Glucane wirkt sich der Verzehr von Hafer positiv auf das Immunsystem aus.

Wer seine ungesunde Ernährung ablegen möchte, der wird zwangsläufig mehr Obst und Gemüse essen. Neben Ananas, Blaubeeren oder Papaya gehören auch Brokkoli, Spinat und Zwiebeln zu den natürlichen Nahrungsmitteln, die chronischen Entzündungen vorbeugen können.

Darüber hinaus kann eine ungesunde Ernährung auch darin bestehen, dass zu wenig Eiweiss aufgenommen wird. Da Proteine wichtig für das Immunsystem sind, leidet dieses infolge der Unterversorgung und bietet Spielraum für chronische Entzündungen. Selbiges gilt für Fette. Wer die falschen Fette aufnimmt, fördert damit letztlich die ungesunde Ernährung und das Risiko zu erkranken. Während Omega-6-Fettsäuren entzündungsfördernde Eigenschaften aufweisen, wirken Omega-3-Fettsäuren hingegen entzündungshemmend. Um deine ungesunde Nahrungsaufnahme abzulegen, solltest du darauf achten, mehr Omega-3-Fettsäuren zu konsumieren, während du zeitgleich die Aufnahme der Omega-6-Fettsäuren reduzierst.

Zu guter Letzt kann auch der Griff zum falschen Fleisch chronische Entzündungen begünstigen oder diese verstärken. Generell wird Fleisch als entzündungsförderndes Lebensmittel angesehen. Dabei gilt es jedoch zu differenzieren. Werden Tiere in der Massentierhaltung mit Kraftfutter gefüttert, steigt damit auch das Risiko auf eine Erkrankung nach dem Verzehr des Fleisches. Entsprechend solltest du nach Möglichkeit auf Fleisch aus artgerechter Haltung sowie Wildfleisch setzen. Schweinefleisch gilt es zu vermeiden, wenn du deine ungesunde Ernährung ablegen willst, da es über die meisten entzündungsfördernden Inhaltsstoffe verfügt.

Chronische Entzündungen – bei diesen Krankheiten solltest du bewusster essen

Vielen Krankheiten liegen Entzündungen zugrunde. Diese werden meist auch als Autoimmunerkrankungen bezeichnet und gehen teils mit schwerwiegenden Symptomen einher. Wer eine ungesunde Ernährung über einen langen Zeitraum aufrecht erhält und viele entzündungsfördernde Lebensmittel konsumiert, wirkt zusätzlich negativ auf bereits vorhandene chronische Entzündungen ein.

Entzündungsfördernde Lebensmittel sollten daher in jedem Fall vermieden werden, wenn Autoimmunerkrankungen wie Diabetes Typ 1, Multiple Sklerose, Rheuma, Arthrose oder Morbus Crohn vorliegen. Doch auch bei anderen entzündungsbedingten Krankheiten wie einer Mandelentzündung ist es ratsam, die ungesunde Ernährung zumindest zeitweise zu verwerfen.

Fazit

Eine ungesunde Ernährung ist nicht immer leicht abzulegen. Dennoch solltest du deiner Gesundheit zuliebe auf die Inhaltsstoffe deiner Mahlzeiten achten. Im besten Fall senkst du damit nicht nur das Risiko auf chronische Entzündungen, sondern kannst sogar in ein neues, vitales Leben starten.